Wie berechnet sich die THG-Prämie?

Die THG-Prämie hängt von Fahrzeugklasse, gesetzlichen Schätzwerten, Strommix und Marktpreis ab. Erfahre, wie die Berechnung funktioniert.

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Die THG-Prämie hängt von Fahrzeugklasse, gesetzlichen Schätzwerten, Strommix und Marktpreis ab. Erfahre, wie die Berechnung funktioniert.

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Wie berechnet sich die THG-Prämie?

Die Berechnung der THG-Prämie einfach erklärt

Die Berechnung läuft vereinfacht in vier Schritten ab:

  1. Für dein Elektrofahrzeug wird eine pauschale Strommenge angesetzt.
  2. Diese Strommenge wird in eine anrechenbare CO₂-Einsparung umgerechnet.
  3. Die zertifizierte THG-Quote wird am Markt verkauft.
  4. Aus dem Verkaufserlös entsteht deine THG-Prämie.

Für dich als E-Auto-Halter ist wichtig: Du musst diese Berechnung nicht selbst durchführen. Wenn du deine THG-Prämie über INSTADRIVE beantragst, übernimmt INSTADRIVE die Prüfung, Einreichung und weitere Abwicklung für dich.

Welche Rolle spielt die Fahrzeugklasse?

Die Fahrzeugklasse ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Berechnung der THG-Prämie. Ein Elektroauto wird anders bewertet als ein elektrischer Transporter, ein E-Lkw oder ein E-Bus. Der Grund ist einfach: Größere Fahrzeuge verbrauchen im Durchschnitt mehr Strom und können deshalb eine höhere anrechenbare Strommenge haben.

Für reine Elektro-Pkw wird ein pauschaler Jahreswert angesetzt. Für elektrische Nutzfahrzeuge, schwere Lkw und Busse gelten höhere Werte. Deshalb fällt die THG-Prämie für gewerblich genutzte Fahrzeuge oder Fahrzeugflotten deutlich höher aus als für ein privates E-Auto.

Wichtig ist aber: Bei privaten E-Autos zählt nicht, ob du ein kleines Stadtfahrzeug oder ein großes Elektro-SUV fährst. Innerhalb derselben Fahrzeugklasse wird mit demselben Pauschalwert gearbeitet.

Zählen meine echten Kilometer oder mein echter Stromverbrauch?

Nein, bei privaten Elektroautos zählen deine tatsächlich gefahrenen Kilometer nicht und auch nicht dein tatsächlicher Stromverbrauch. Du musst also keine Ladehistorie, keine Stromrechnung und keinen Kilometerstand einreichen.

Stattdessen wird ein gesetzlicher Schätzwert verwendet. Dadurch bleibt die Beantragung einfach und unkompliziert. Du brauchst in der Regel nur deine Zulassungsbescheinigung Teil I, also den Fahrzeugschein.

Das bedeutet aber auch: Wer besonders viel fährt, erhält nicht automatisch eine höhere THG-Prämie. Wer wenig fährt, bekommt nicht automatisch weniger. Entscheidend ist die gesetzliche Pauschale für die jeweilige Fahrzeugklasse.

Warum ist die THG-Prämie nicht jedes Jahr gleich hoch?

Die THG-Prämie ist keine feste staatliche Förderung. Sie entsteht durch den Verkauf deiner THG-Quote am Markt. Deshalb kann sie von Jahr zu Jahr schwanken.

Die wichtigsten Einflussfaktoren sind:

  • gesetzliche Schätzwerte für die Strommenge
  • offizieller CO₂-Wert des Strommixes
  • Fahrzeugklasse
  • Marktpreis der THG-Quote
  • Angebot und Nachfrage am Quotenmarkt
  • Auszahlungsmodell des Anbieters
  • Bearbeitungs- und Vermarktungskosten

Deshalb kann die Prämie in einem Jahr höher und im nächsten Jahr niedriger ausfallen.

Wie wird aus der CO₂-Einsparung Geld?

Die anrechenbare CO₂-Einsparung deines Elektrofahrzeugs wird zertifiziert und anschließend gebündelt verkauft. Käufer sind in der Regel quotenpflichtige Unternehmen, die gesetzlich verpflichtet sind, ihre Treibhausgasemissionen im Kraftstoffbereich zu senken.

Ein einzelner privater E-Auto-Halter würde seine Quote kaum direkt an solche Unternehmen verkaufen können. Deshalb übernehmen Anbieter wie INSTADRIVE die Bündelung vieler einzelner THG-Quoten und die Vermarktung am Quotenmarkt.

Aus dem Verkaufserlös entsteht deine Auszahlung.

Detailberechnung für alle, die es genau wissen wollen

Wie berechnet sich die THG-Quote bzw. THG-Prämie?

Um bewerten zu können wieviel die THG-Quote deines Fahrzeugs maximal wert ist, muss man zuerst die die CO2-Einsparung deines Fahrzeugs im Vergleich zu einem fossil betriebenen Fahrzeug ermitteln - hierzu verwenden wir folgende Formel:

CO2-Einsparung je E-KFZ = (Kraftstoffbasiswert * (100% - THG-Minderungsquote) - THG-Emission des Stroms * Anpassungsfaktor für Antriebseffizienz) * Anrechnungsfaktor * Strommenge je E-KFZ * Umrechnungsfaktor

Hier eine kurze Erklärung der einzelnen Berechnungsfaktoren:

CO2-Einsparung je E-KFZ

Das ist die jährliche Einsparung an CO2-Emissionen eines E-KFZ im Vergleich zu einem fossil betriebenen Kraftfahrzeug.

Kraftstoffbasiswert

Das ist vereinfacht gesagt der durchschnittliche Treibhausgasausstoß für fossile Kraftstoffe. Dieser liegt bei 94 kg CO2-Äquivalent/GJ.

THG-Minderungsquote

Das ist jener Prozentsatz um den die Treibhausgasemissionen der in Verkehr gebrachten Kraftstoffe im Vergleich zum Kraftstoffbasiswert sinken müssen. Für das Verpflichtungsjahr 2026 liegt dieser Wert bei 12% und steigt bis 2030 auf 25%.

THG-Emission des Stroms

Das ist der durchschnittliche CO2-Ausstoß des deutschen Strommix. Für das Verpflichtungsjahr 2026 liegt dieser Wert bei 119 kg CO2-Äquivalent/GJ.

Anpassungsfaktor für Antriebseffizienz

Für den batteriegestützten Elektroantrieb liegt dieser bei 0,4.

Anrechnungsfaktor

Der zur Verwendung in Straßenfahrzeugen mit Elektroantrieb entnommene Strom wird mit dem Dreifachen der energetischen Menge angerechnet.

Strommenge je E-KFZ

Für Strommengen, die an nicht-öffentlichen Ladepunkten abgegeben werden, legt der Gesetzgeber jährliche Schätzwerte fest. Der allgemeine Schätzwert für ein E-KFZ liegt bei 2.000 kWh - für Fahrzeuge der Klasse N1 (leichte Nutzfahrzeuge) liegt er bei 3.000 kWh und bei Fahrzeugen der Klasse M3 (Busse) bei 72.000 kWh.

Umrechnungsfaktor

Der Umrechnungsfaktor berücksichtigt die Umrechnung von kWh auf GJ (1kWh = 0,0036GJ).

Setzt man nun diese Wert in die Formel ein, erhält man für 2026 folgenden Wert:

CO2-Einsparung je E-KFZ = (94 * (100% - 12%) - 119 * 0,4) * 3 * 2000 * 0,0036  = 759 kg CO2-Äquivalent

Um nun sagen zu können wieviel deine THG-Quote maximal wert ist, verwenden wir folgende Formel:

Maximale THG-Prämie je E-KFZ = CO2-Einsparung je E-KFZ * Ausgleichsbetrag

Hier eine kurze Erklärung der einzelnen Berechnungsfaktoren:

Maximale THG-Prämie je E-KFZ

Das ist die theoretisch maximale THG-Prämie, wenn man den Ausgleichsbetrag als Bemessungsgrundlage heranzieht.

Ausgleichsbetrag

Verfehlt ein Quotenverpflichteter (Mineralölkonzern) seine THG-Minderungsziele, dann muss er für jedes Kilogramm CO2-Äquivalent, das zuviel ist, einen Ausgleichsbetrag zahlen (Strafzahlung). Dieser liegt bei 0,6 €/kg CO2-Äquivalent.

Setzt man nun die entsprechenden Werte in die Formel ein, erhält man für 2026 folgenden Wert:

Maximale THG-Prämie je E-KFZ = 759 * 0,6 = € 455

Für das Jahr 2026 ergibt sich somit eine theoretisch maximale THG-Prämie von € 455 für ein rein elektrisch betriebenes Kraftfahrzeug. Für Fahrzeuge der Klassen N1 und M3 sind die Werte entsprechend höher, da deren gesetzlich festgelegter Schätzwert auch höher ausfällt - konkret max. € 682 für Fahrzeuge der Klasse N1 und max. € 16.380 für Fahrzeuge der Klasse M3.

WICHTIG: Hierbei handelt es sich jeweils um das theoretische Maximum - warum deine endgültige THG-Prämie auch niedriger ausfallen kann, erklären wir dir im THG Ratgeber.

Fazit: Die THG-Prämie hängt von Pauschalwert, Marktpreis und Anbieter ab

Die THG-Prämie berechnet sich nicht nach deinem persönlichen Fahrverhalten. Bei privaten Elektroautos wird in der Regel ein gesetzlicher Pauschalwert verwendet. Dieser wird mit offiziellen CO₂-Werten verrechnet und ergibt die anrechenbare THG-Minderung deines Fahrzeugs.

Wie viel Geld du am Ende erhältst, hängt zusätzlich vom Marktpreis der THG-Quote und vom gewählten Anbieter ab. Deshalb kann die THG-Prämie jedes Jahr unterschiedlich hoch sein.

Mit INSTADRIVE kannst du deine THG-Prämie einfach beantragen, ohne dich selbst um Berechnung, Einreichung und Vermarktung kümmern zu müssen. Du lädst deinen Fahrzeugschein hoch, INSTADRIVE übernimmt die Abwicklung – und deine CO₂-Einsparung wird zu Geld.

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